Mit Corona durch den Herbst

Nach dem Sommerferien schien sich die Corona-Situation in den Einrichtungen entspannt zu haben. Zwar sind viele Abläufe noch anders als aus den Vorjahren gewohnt, doch Kinder und Eltern schienen sich weitgehend mit der neuen Situation arrangiert zu haben.

Mit den steigenden Fallzahlen im Oktober rückt Corona aber auch wieder näher an die Kinderzentren heran. Bisher sind große Infektions-Geschehen in den Einrichtungen ausgeblieben. Doch immer häufiger müssen Mitarbeiter getestet werden, in Einzelfällen lagen auch schon positive Tests bei Kindern und Fachkräften vor. Nach unseren Informationen entstanden diese Infektionen eher im familiären Umfeld und wurden nicht innerhalb der Einrichtungen weitergegeben.

Doch auch wenn bisher nur vereinzelt Mitarbeiter in den Kinderzentren durch Corona ausfallen, stoßen nun Corona und die jährliche Herbst-und-Winter-Krankheitswelle aufeinander. Es muss deshalb in den kommenden Monaten damit gerechnet werden, dass es häufiger als in den Vorjahren zu Notdienst-Situationen in den Kinderzentren kommen wird. Dabei gelten zunächst die üblichen Regeln: Fehlen zu viele Mitarbieter, werden Eltern gebeten, Kinder zu Hause zu betreuen, um die Einrichtung zu entlasten.

Von dem am 28. Oktober bekannt gegebenen "Teil-Lockdown" sollen die Kinderzentren zunächst nicht betroffen sein. Die weitere Entwicklung der Fallzahlen in Frankfurt bleibt jedoch abzuwarten.

Aktuell gelten für die Kinderzentren noch verschiedene Vorgaben der Landesregierung und der Stadt Frankfurt. Zu diesen gehören:

  • Erzieherinnen und Erzieher sind angehalten im Kontakt untereinander und mit anderen Erwachsenen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Im Kontakt mit Kindern gilt dies lediglich, wenn es pädagogisch vertretbar ist.
     
  • Mitarbeiter in den Einrichtungen können sich freiwillig auf Corona testen lassen Die Kosten werden vom Land Hessen getragen.
     
  • Die Empfehlungen des Spitzenverbands der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung sollen eingehalten werden. Zu diesen gehören Abstand, Händewaschen, Lüften und das Tragen von Masken. Ebenso sollen feste Gruppen gewahrt bleiben. Beim Bringen und Abholen sollen Eltern möglichst nicht die Einrichtung betreten. (hier nachlesen)
     
  • Elternabende sollen auf das notwendige Maß reduziert werden. Gleiches gilt für Sitzungen des Elternbeirats.
     
  • Ein einfacher Schnupfen ohne weitere Krankheitsanzeichen soll nicht zu einem Betretungsverbot führen.
     
  • Kinder oder Beschäftigte müssen zu Hause bleiben, solange Haushaltsangehörige einer Quarantänemaßnahme unterliegen.
     
  • Seit August 2020 werden die Elternentgelte und Verpflegungspauschalen wieder regulär erhoben.

Nachzulesen sind die Maßnahmen der Stadt Frankfurt hier.
 

Elternabende und Elternbeirat

Treffen mit Eltern sollen auf ein Minimum reduziert werden. Daher finden derzeit keine Elternabende bei Kita Frankfurt statt.

Nach den inzwischen abgeschlossenen Wahlen der Elternbeiräte liegt es in den Händen dieser Elternbeiräte zu Sitzungen mit oder ohne Gäste einzuladen. Der Ort der Zusammenkunft kann vom Elternbeirat gewählt werden. Bei gesundheitlichen Bedenken kann die Einrichtungsleitung die Tagung in der Einrichtung aber verweigern. Es kann dann an anderen Orten getagt werden, sofern dies keinen anderen Regelungen widerspricht.

Für Telefonkonferenzen des Elternbeirats kann die Telefonanlage der Stadt Frankfurt genutzt werden. Die Leitung der Einrichtung kann dies vorbereiten. Eine Plattform für Video-Konferenzen ist bei Kita Frankfurt noch in Planung. Der Gesamtelternbeirat bietet hier bereits eine Lösung an. Lädt der Elternbeirat die Einrichtungsleitung zu einer Video-Koferenz ein, darf diese teilnehmen. Die Leitung selbst darf jedoch derzeit keine Videokonferenz mit kommerziellen Plattformen starten.

Die Elternbeiräte sollen die Eltern über aktuelle Entwicklungen informieren. Dazu dürfen sie im Rahmen der allgemeinen Gesetze Adressen sammeln, Newsletter versenden und Messanger nutzen. Der GEB bietet ebenfalls einen aktuellen Newsletter an und lädt alle Eltern ein, hier mitzulesen.

 

Die Eltern beteiligen!

Die aktuelle Lage ist zeitweise unüberschaubar und Vorgaben auch für die städtischen Kinderzentren können sich von Tag zu Tag ändern. Wir verstehen, wie schwer dabei Planungen des Trägers werden. Dennoch: Wir Eltern sind die Spezialisten für unsere Kinder. Wir sollen bei Fragen der Öffnungszeiten und Konzepte der Einrichtungen beteiligt werden. Diese Beteiligung der Eltern kam in den vergangen Wochen zu kurz. Für diese Beteiligung setzen wir uns nun ein.

Unser Statement zur aktuellen Lage

Das sagen die Eltern

Als Gesamtelternbeirat haben wir die Eltern nach ihren Erfahrungen und Wünschen gefragt. Die Antworten Zeichnen ein vielfältiges Bild. Es reicht von kritischen familiären Situationen über Zufriedenheit mit dem Stand der Dinge bis zur Sorge vor zu frühen Öffnungen der Einrichtungen.

Zitate aus der Elternschaft hier nachlesen