Kita-Regeln während der Sommerferien

Mit Beginn der Sommerferien werden die Kinderzentren wieder für alle Kinder geöffnet sein. Wir fassen hier die Regelungen zusammen, soweit sie uns bisher bekannt geworden sind. (Stand: 26. Juni 2020)

  • Ab dem 6. Juli 2020 wird das generelle Betretungsverbot durch die Landesregierung aufgehoben. Dann ist der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung wieder in Kraft gesetzt. Alle Kinder, die einen Betreuungsplatz haben, dürfen dann wieder in die Kinderzentren kommen. Die Öffnungszeiten werden wieder uneingeschränkt angeboten.
     
  • Die Kindergruppen dürfen dann wieder gemischt werden. Das Personal darf gruppenübergreifend eingesetzt werden und offene Betreuungskonzepte dürfen wieder angeboten werden.
     
  • Zugleich gelten aber auch noch Hygienevorschriften für die Einrichtungen. Kita Frankfurt wird hier auf Regeln achten, die die Sicherheit von Kindern und Mitarbeitern sicherstellen sollen. Man spricht von einem Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen.
     
  • Der Mindestabstand von 1,5 Meter ist einzuhalten. Mund-Nasen-Schutz muss von Mitarbeitern getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht gewährleistet ist. Die allgemeinen Hygieneregeln wie das Niesen in die Armbeuge und häufiges Händewaschen bleiben gültig.
     
  • Die bisherigen Regelungen zur Bring- und Abholsituation werden auch ab dem 06. Juli fortgeführt: Eltern sollen die Kinder weiterhin am Eingang abgeben. Dies dient der Reduzierung von Kontakten. Die im Haus anwesenden Personen, werden weiterhin dokumentiert. Auch andere Änderungen im Tagesablauf können die Einrichtungen fortführen, wenn das Kinderzentrum damit gute Erfahrungen gemacht hat.
     
  • Sobald Kinder, Eltern oder Personal Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigen, dürfen sie die Einrichtung nicht betreten. Das gilt ebenso, wenn Familienmitglieder Anzeichen einer Ansteckung zeigen oder in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu Infizierten hatten. Als Symptome können auch Husten oder leichtes Fieber gelten.
     
  • Sollte die personelle Situation eine ausreichende Betreuung nicht ermöglichen, wird es zu Notdiensten kommen. Es gelten dann die gleichen Regeln wie bei Krankheitswellen vor Corona.
     
  • Sollte es in einer Einrichtung zu einem Corona-Verdachtsfall kommen, wird das Gesundheitsamt alle Personen in der Einrichtung testen. Schließungen von Gruppen oder Einrichtungen könnten dann die Folge sein.
     
  • Als Basis für die Normalisierung gelten die reduzierten Infektionszahlen in Frankfurt. Sollten diese Zahlen steigen, können auch wieder schärfere Regelungen in Kraft treten. Dabei kann es auch bereits vor dem Erreichen der 50-Infektionen-Grenze* zu Einschränkungen kommen, um Infektionen einzudämmen.
     
  • Es wird in den Ferien noch nicht der gewohnte Zustand erreicht werden, wie er vor Corona gelebt wurde. Es muss weiter Vorsicht walten. Die Regelungen für die Zeit nach den Sommerferien werden erst in den kommenden Wochen entwickelt. Sie stehen noch nicht fest.
     
  • Es kann bei Einreisen aus einigen Urlaubsländern, die noch immer als Risiko-Gebiete gelten, eine Quarantäne für die Familien gelten. Hier sollten Familien genau prüfen, wie Reiseziele - auch für Familienbesuche im Ausland - offiziell eingeschätzt werden. Ist nach der Rückreise eine zweiwöchige Quarantäne vorgesehen, sind auch Schul- und Kita-Besuche für diese Familien ausgeschlossen.
     
  • Über die Betreuungskosten für Juli gibt es noch keine Einigung. Das Bildungsdezernat bemühe sich erneut um eine 50-Prozent-Regelung. Eine politische Zustimmung hierfür gibt es aber bisher nicht.


*) Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen

Fragen und Antworten bis Juni

Durch die stark eingeschränkte Kinderbetreuung stellen sich den Eltern verschiedene Fragen, die auch an uns als Elternvertretung heran getragen werden. Die häufigsten Fragen versuchen wir hier zu beantworten. Wir werden diese Informationen im Rahmen unserer Möglichkeiten immer wieder aktualisieren. (Stand: 29. Mai 2020)

Wie groß werden die Gruppen in den Einrichtungen ab Juni sein?

Die Gruppengröße wird auf 70% der eigentlichen Größe reduziert. In Gruppen mit bisher 21 Kindern können also noch 15 Kinder betreut werden. So sollen Abstands- und Hygieneregeln besser umsetzbar sein.

Zu welchen Zeiten ist die Betreuung der Kinder möglich?

Um mit möglichst wenig Personal in den Gruppen planen zu können, ändern die Kinderzentren ihre Öffnungszeiten. Sie werden nur noch zwischen 8 und 16 Uhr Kinder betreuen.

Kita Frankfurt muss gesundheitsbedingt derzeit auf mehr als 20 % der pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen verzichten.

Welche neuen Regeln müssen von den Kindern eingehalten werden?

Die Abläufe in den Kinderzentren werden sich stark verändern. Grundlage der Arbeit wird sein, dass sich die Gruppen nicht mischen dürfen. So sollen Infektionen vermieden werden und notfalls nachvollziehbar bleiben.

Die genauen Regeln sind u.a. von baulichen Möglichkeiten abhängig. So sollen Eltern die Einrichtung nicht betreten und die Kinder an den Außentüren der Gruppen abgeben.

Es kann getrennte Ein- und Ausgänge geben, Kinder bleiben in ihren Gruppenräumen und auch Erzieherinnen und Erzieher wechseln nicht zwischen den Gruppen. Auch im Außengelände bleiben die Gruppen unter sich.

Stoffhandtücher werden gegen Papier eingetauscht. WCs werden fest den Gruppen zugeordnet. Das gemeinsame Zähneputzen entfällt. Markierungen am Boden sollen Bereiche und Wege abstecken und auch Kinder werden angehalten, Abstand zu halten. Erzieherinnen und Erzieher tragen Mundschutz, ebenso das Küchenpersonal. Es stehen verschiedene Arten von Masken zur Wahl. Bei Ausflügen mit öffentlichen Verkehrsmitteln könnten auch den Kindern Masken gegeben werden.

Auch auf Holzspielzeug werden Kinder weitgehend verzichten müssen, da die Gefahr besteht, dass sich das Virus auf Holz mehrere Tage halten kann.

Ein konstanter Abstand von 1,5 Metern zwischen Kindern oder zum Personal wird kaum möglich sein. Aber ein größerer Abstand als bisher wird von allen gefordert sein.

Wird jedes Kind seine eigene Einrichtung besuchen können?

Alle Einrichtungen öffnen wieder und alle Kinder sollen die gewohnten Einrichtungen besuchen können. In einzelnen Einrichtungen kann es Abweichungen geben, wenn viele Plätze im Rahmen der Notbetreuung benötigt werden. Dann werden Eltern entsprechend von den Leitungen der Einrichtungen angesprochen.

Wie werden Bring- und Abhol-Situationen in den Einrichtungen geregelt und diese Regeln durchgesetzt?

Eltern sollen die Einrichtungen möglichst nicht betreten. Je nach Art des Gebäudes sollen Kinder an den Außentüren der Gruppen abgegeben und abgeholt werden, oder es wird einen zentralen Empfang für die Kinder am Eingang der Einrichtung geben. Gespräche zwischen Eltern und Erziehern sollen vermieden werden.

Die Bring- und Abholzeiten der Kinder werden von den Mitarbeitern der Kinderzentren genau erfasst, um nachvollziehen zu können, welche Familien sich begegneten.

Wie werden alle Eltern noch vor dem 2. Juni hierüber informiert?

Die Leitungen der Einrichtungen sollen noch am Freitag (29. Mai) den Eltern die Informationen über Form und Tage der Betreuung zukommen lassen. Das kann per Telefon oder E-Mail erfolgen.

Das Bildungsdezernat will die neuen Regeln für alle Träger ebenfalls am Freitag der Öffentlichkeit vorstellen.

Wie lange sind Eltern an ihre Entscheidung gebunden, an welchen Tagen das Kind die Einrichtung besuchen soll?

Diese Frage lässt sich nicht genau beantworten. Es wird ein schwieriger Weg zwischen Zuverlässigkeit und Flexibilität von Einrichtungen und Eltern werden. Die Einrichtungen erfragen Ende Mai ein Stimmungsbild für die Betreuung im Juni, um ihre eigenen Konzepte und Plätze darauf abzustimmen. Das ist erst einmal eine Momentaufnahme. Einige Leitungen vermitteln wohl den Eindruck, die Eltern daran über Wochen binden zu wollen. Das scheint aber nicht wirklich möglich.

Eine Infektionswelle kann die Planungen von heute auf morgen ändern. Auch kann es jederzeit geschehen, dass Eltern mit Anspruch auf Notbetreuung, die derzeit ihr Kind nur an wenigen Tagen in die Einrichtung bringen, mehr Betreuungsbedarf anmelden. Sie werden dann den Anspruch auf diesen Platz haben - und was wird zu Lasten anderer Kinder gehen. Umgekehrt ist es auch möglich, dass Notbetreuungsplätze frei werden. Diese können dann von den Einrichtungen anderen Eltern tageweise wieder angeboten werden. Das ist im Vorfeld für keine Seite planbar.

Wie kann die Betreuung bei reduziertem Personal in einer Einrichtung umgesetzt werden?

Unbesetzte Stellen und absehbar fehlendes Personal sollten in den Planungen der Kinderzentren für Juni bereits im Mai berücksichtigt werden. Da auch Gruppen neu eingeteilt werden müssen, können die Einrichtungen mit dem verfügbaren Personal planen. Dabei wird nach GEB-Ansicht die Zahl der verfügbaren Plätze so reduziert, dass die Gruppen entsprechend der Vorgaben mit dem verfügbaren Personal besetzt werden können. Wenn zum Beispiel durch fehlende pädagogische Fachkräfte weniger neue Gruppen gebildet werden können, ist es möglich, dass diese Plätze bereits durch Kinder mit Anspruch auf die Notbetreuung besetzt werden. In solchen Einrichtungen kann es dazu kommen, das die übrigen Kinder nicht an zwei, sondern z.B. nur an einem Tag pro Woche betreut werden können. In Einzelfällen kann Eltern dann ein Platz in einer anderen Einrichtung angeboten werden.

Wie werden die Kinderzentren reagieren, wenn Mitarbeiter kurzfristig erkranken?

Diese Frage wurde noch nicht im Detail abgestimmt. Wir gehen als GEB davon aus, dass grundsätzlich die gleichen Regeln gelten wie bisher: Ist die Betreuung in einer Gruppe reduziert, muss auch die Zahl der Kinder in dieser Gruppe reduziert werden. Dazu werden von den Einrichtungen Eltern gezielt angesprochen.

Verschärft wird die Situation, da weder Fachkräfte noch Kindern die Gruppen wechseln dürfen. Eine gegenseitige Vertretung in der Einrichtung ist damit nicht möglich. Auch Leitungen können nicht in den Gruppe einspringen. Würden sie in einer Woche in einer Gruppe aushelfen, in der nächsten Woche in einer anderen Gruppe, wäre das Konzept für den Infektionsschutz umgangen. Es mag in den Einrichtungen noch Möglichkeiten geben, Krankheitsfälle abzufedern. Das sind dann aber Entscheidungen, die in jeder Einrichtung im Einzelfall getroffen werden müssen.

Wie wurden die neuen Konzepte in den Einrichtungen erarbeitet und abgestimmt?

Die Einrichtungen hatten möglichst große Freiheit, eigene Konzepte zu entwickeln. Sie sollten dabei auf die Möglichkeiten vor Ort und die Bedürfnisse der Elternschaft eingehen. Dabei mussten die gesetzlichen Rahmenbedingungen strickt befolgt werden.

Insgesamt konnten auch die Kinderzentren nur sehr kurzfristig planen und daher auch keine Eltern in die Entwicklung einbeziehen. Eltern sollen sich daher nun ihr Recht nehmen, die Konzepte vor Ort mit den Leitungen zu diskutieren.

Die aktuellen Konzepte sollen sich in den nächsten Wochen noch weiter entwickeln. Infektionszahlen in Frankfurt können die Konzepte von Tag zu Tag verändern. Aber auch mit den Erfahrungen in den Einrichtungen sollen die Konzepte weiter entwickelt werden.

Welche Pläne gibt es für den Fall einer erkannten Infektion in einer Gruppe?

Wird eine Infektion in einer Einrichtung vermutet, wird der Fall dem Gesundheitsamt gemeldet. Dieses gibt nach einer Prüfung der Situation vor Ort die weiteren Maßnahmen vor. Der Träger hat dann den Anweisungen des Gesundheitsamts zu folgen. Diese können von einzelnen Quarantänen bis zur Schließung der ganzen Einrichtung reichen.

Gibt es Pläne, Kinder und Mitarbeitern in den Einrichtung auf Corona testen zu lassen?

Tests von Kindern oder Mitarbeitern auch eine akute Erkrankung sind aus Sicht des Gesundheitsamts nicht sinnvoll, da diese keine Ausgaben für folgende Tage liefern können. Auch die Ergebnisise von Anti-Körper-Tests werden noch nicht als zuverlässig angesehen. Daher wird es keine Tests geben.

Welche Auswahl-Kritieren gelten für Kinder, die die Betreuung ab Juni wieder besuchen werden können? Wie werden Notfallbetreuung und eingeschränkter Regelbetrieb kombiniert?

Kinder von Eltern, die einen Anspruch auf die Notbetreuung haben, werden weiterhin an allen Tagen die Einrichtung besuchen können. Die Gruppe der Eltern, die diesen Anspruch haben, wird weiter ausgeweitet. Die dann in einer Einrichtung noch nicht belegten Plätze werden tageweise unter den übrigen Kindern verteilt. Ziel ist es, dass jedes Kind an zwei Tagen pro Woche die Einrichtung besuchen darf. Ob dies möglich ist, muss der Bedarf immer wieder neu zeigen.

Gibt es Bescheinigungen für Arbeitgeber über die realen Betreuungszeiten der Kinder?

Der GEB hat solche Bescheinigungen gefordert. Kita Frankfurt prüft derzeit, ob es möglich ist, solche Bescheinigungen auszustellen. Da die verfügbaren Plätze variieren können, kann eine genaue Bescheinigung schwer sein. Wir empfehlen Eltern, die eine solche Bescheinigung benötigen, bei der Leitung der Einrichtung anzufragen. Da diese Forderung neu ist, können Leitungen aber evtl. nicht gleich eine abschließende Auskunft geben.

Müssen die halbierten Betreuungskosten auch von Eltern gezahlt werden, die sich entscheiden, ihre Kinder nicht in die Einrichtung zu bringen?

Ja, alle Eltern müssen im Juni den halbierten Betrag zahlen. Eltern, für die diese Kosten an anderen Stellen übernommen werden, sind davon ausgenommen. Auch die Gebührenfreiheit für den Kindergarten bleibt bestehen.

Müssen Eltern die halben Verpflegungskosten auch zahlen, auch wenn ihr Kind nicht oder nur an einzelnen Tagen die Einrichtung besuchen wird?

Auch diese Beiträge sind zu zahlen.

Gibt es Anreize für Eltern, ihr Kind in der aktuellen Situation nicht in die Einrichtung zu bringen?

Es gibt keine finanziellen Anreize oder sonstigen Förderungen für Familien, die ihre Kinder selbst betreuen wollen. Grundsätzlich möchte Kita Frankfurt allen Kindern die Möglichkeit geben, eine Einrichtung zu besuchen.

Können Betreuungsverträge ausgesetzt werden, z.B. bei Familienmitgliedern, die zur Risikogruppe gehören?

Ein Aussetzen von Verträgen ist nicht möglich. Die Betreuungsplätze müssen sonst ungenutzt vorgehalten werden und würden anderen Familien nicht zur Verfügung stehen.

Kita Frankfurt bietet seit April aber die Möglichkeit, den Betreuungsvertrag fristlos zu kündigen. Damit soll es Familien erleichtert werden, einen Vertrag vorzeitig zu beenden, der in diesem Sommer ohnehin ausgelaufen wäre.

Welche Betreuungszeiten gelten für die Horte? Können verkürzte Präsenzzeiten in den Schulen berücksichtigt werden?

Die Abstimmungen zwischen Schulen und Horten scheinen problematisch zu sein. Auch unterscheiden sich die Unterrichtszeiten zwischen Schulen sehr stark. Es zeichnet sich daher noch kein Konzept für die Betreuung am Vormittag ab. Familien mit Anspruch auf eine Notbetreuung sollten die Notbetreuung an den Schulen weiter nutzen können.

Kita Frankfurt geht daher davon aus, dass sich die Schulen weiterhin um die Betreuung bis 11.30 Uhr kümmern. Erst danach öffnen die Horte.

Gelten die Wochen des Betretungsverbots als Ferienzeiten der Kinder?

Ja, Kinder, die zu Hause betreut wurden, müssen in Einrichtungen ohne Sommer-Schließzeiten keine weiteren Urlaubswochen einplanen.

Können Schließungen im Sommer ausgesetzt oder reduziert werden, um Eltern zu entlasten?

Die Schließzeiten im Sommer bleiben erst einmal bestehen. Die Mitarbeiter müssen dann ihren Jahresurlaub nutzen, damit es nicht zum Ende des Jahres zu Personalengässen kommt. Die Leitungen sollen aber bei den Eltern der Notbetreuungen erfragen, wie der Bedarf an Betreuung im Sommer sein wird. Ergebnisse dieser Umfrage können in einzelnen Einrichtungen noch zu abweichenden Regeln führen.

Werden sich Eingewöhnungszeiten für neue Kinder verschieben oder werden diese bei gerade abgeschlossenen Neuaufnahmen wiederholt werden?

Kita Frankfurt geht davon aus, dass die Änderungen im Ablauf der Einrichtungen dazu führen werden, dass alle Kinder inzwischen wieder eine Eingewöhnungszeit benötigen werden. Dies gilt auch für Kinder, die die Einrichtung eigentlich bereits kennen.

Im April und Mai wurden kaum neue Kinder aufgenommen. Auch diese sollen nun in die eingeschränkten Gruppen aufgenommen werden. Das wird zu einer andere Form der Eingewöhnung führen. Bisherige Maßstäbe können dann kaum noch angesetzt werden. Auch kann es erforderlich sein, dass Eingewöhnungen ohne Eltern stattfinden müssen. Das müssen die Einrichtungen vor Ort entscheiden.

Verschieben sich derzeit Vertragsbeginne und damit Aufnahmen neuer Kinder?

Im April und Mai wurden kaum Kinder neu aufgenommen. Diese Verträge beginnen damit später. Zugleich beginnen auch im Juni und Juli neue Verträge. Es werden daher mehr Kinder als sonst üblich zeitgleich eingewöhnt.

Gibt es Angebote für Kinder, die an einigen Tagen die Einrichtung nicht besuchen können?

Kita Frankfurt soll den Kontakt zu Kindern halten. Da gilt besonders für Kinder, die in besonders herausfordernden Verhältnissen aufwachen. Hier entscheiden zunächst die Leitungen der Kinderzentren über Form und Umfang der Angebote.

Kita Frankfurt überlegt derzeit, Mitarbeiter, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in den Einrichtung arbeiten können, mit der Kontaktpflege zu Kindern zu Hause zu beauftragen.

Ansonsten liegt es in den Händen der einzelnen Kinderzentren, hier Angebote zu entwickeln. Eltern können in Abstimmung mit der Leitung der Einrichtung hier nachfragen und unterstützen.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Einrichtungen, regelmäßig Aushänge und Informationen für die Eltern auch an den Außenseiten der Einrichtungen anzubringen, damit diese von Eltern gelesen werden können ohne die Einrichtung betreten zu müssen?

Solche Möglichkeiten sollen verbessert werden. Einige Einrichtungen informieren bereits per E-Mail oder mit Aushängen. Die Elternvertreter regen nun feste Schaukästen mit Informationen am Grundstücksrand an.

Kita Frankfurt wünscht sich mehr Eltern, die ihre E-Mail-Adressen hinterlassen, um Informationen auch direkt senden zu können.

Wie streng werden die Regeln sein, Kinder mit leichten Krankheitssymptomen wie Schnupfen nicht in die Einrichtung zu lassen? Können ärztliche Atteste dennoch den Besuch ermöglichen?

Kinder, die bereits leichte Anzeichen einer Erkältung zeigen, dürfen die Einrichtung nicht besuchen. Hier gibt es keine Toleranz. Sie sollen zu Hause bleiben. Kinder mit Heuschnupfen müssen sich diesen attestieren lassen, um die Einrichtung besuchen zu dürfen.

Welche Regelungen gibt es für Sitzungen der Elternbeiräte?

Die Elternbeiräte dürfen tagen und sollen das wieder mit den Leitungen der Einrichtungen abstimmen. Eine Sitzung im Kinderzentrum wird aber erst nach dem Ende der Kinderbetreuung möglich sein. Für Sitzungen sollen z.B. Bewegungsräume mit viel Platz für den nötigen Abstand genutzt werden. Die Leitungen der Einrichtungen können die Mitgleider des Elternbeirats auch über die Telefonanlage der Stadt Frankfurt zu einer Telefonkonferenz einladen.

Daneben können sich Elternbeiräte auch außerhalb der Einrichtung verabreden und für solche Zwecke auch Video-Konfernz-Systeme nutzen. Mitarbeiter von Kita Frankfurt dürfen von ihren Arbeitsplätze aus jedoch nicht an solchen Sitzungen teilnehmen.

Entsprechendes gilt auch für die Regionalelternbeiräte.

Gibt es Entschädigungen für Eltern?

Bereits im März hat der Bundestag eine Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Der neue Absatz §56, 1a sieht vor, dass Eltern zur Betreuung der Kinder bis zu sechs Wochen einen Ausgleich für unbezahlten Urlaub erhalten. Diese Entschädigung soll 67% des monatlichen Netto-Einkommens betragen.

Angestellte können die Entschädigung über ihren Arbeitgeber beantragen. Selbstständige wenden sich direkt an das Regierungspräsidium Darmstadt. Einen Antrag gibt es hier. Allerdings sind noch einige Details zu beachten, die im Vorfeld geklärt werden sollten. Wer zum Beispiel im Home Office tätig ist, verliert seinen Anspruch auf Entschädigung.

Eine Rechtsberatung im Einzelfall kann der GEB jedoch nicht bieten.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Weitere Informationen bietet der GEB auf seiner Webseite an. Auch Kita Frankfurt bietet auf seinen Web- und Facebookseite Informationen zur aktuellen Lage. Ebenso sind viele Einrichtungsleitungen im Dienst und können Fragen beantworten. Bitte rufen Sie aber bei Fragen dort an und kommen Sie nicht persönlich in die Einrichtungen.

Wer entscheidet über das weitere Vorgehen?

Die übergreifenden Vorgaben z.B. der Landesregierung und der Gesundheitsämter müssen alle Träger umsetzen. In Details beraten Betriebsleitung und Regionalleitungen von Kita Frankfurt und legen das genaue Vorgehen fest. Hier kann es auch zu leicht abweichenden Regelungen zwischen den verschiedenen Trägern kommen. Die richtungsweisenden Entscheidungen werden auf Landesebene getroffen.

Als Elternvertretung fordern wir ein, dass Eltern an der Entwicklung der Konzepte für die Einrichtungen beteiligt werden müssen.

Wie lange werden diese Regeln gelten?

Die aktuelle Lage wird von Tag zu Tag neu bewertet. Es ist erst einmal davon auszugehen, dass diese Regeln bis in den Sommer hinein gelten. Jedoch sind auch zwischenzeitlich Veränderungen möglich. Wir versuchen dann, diese zeitnah weiterzugeben.

Welche Auswirkungen gibt es für die Schulen?

Für Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Ausbreitung an den Schulen verweisen wir auf die Internet-Seiten des Stadtelternbeirats, des Frankfurter Schulamts und der einzelnen Schulen.

Die Eltern beteiligen!

Die aktuelle Lage ist zeitweise unüberschaubar und Vorgaben auch für die städtischen Kinderzentren können sich von Tag zu Tag ändern. Wir verstehen, wie schwer dabei Planungen des Trägers werden. Dennoch: Wir Eltern sind die Spezialisten für unsere Kinder. Wir sollen bei Fragen der Öffnungszeiten und Konzepte der Einrichtungen beteiligt werden. Diese Beteiligung der Eltern kam in den vergangen Wochen zu kurz. Für diese Beteiligung setzen wir uns nun ein.

Unser Statement zur aktuellen Lage

Das sagen die Eltern

Als Gesamtelternbeirat haben wir die Eltern nach ihren Erfahrungen und Wünschen gefragt. Die Antworten Zeichnen ein vielfältiges Bild. Es reicht von kritischen familiären Situationen über Zufriedenheit mit dem Stand der Dinge bis zur Sorge vor zu frühen Öffnungen der Einrichtungen.

Zitate aus der Elternschaft hier nachlesen